Pressemitteilung der Berliner Falken

Falken-Mitarbeiter unter abstrusem Terrorismusverdacht
„Falkenburg“ in Lichtenberg von LKA durchsucht

Am Morgen des gestrigen Dienstags wurde neben drei Privatwohnungen auch die Kindereinrichtung der Berliner Falken in Lichtenberg durchsucht. Grund ist ein Ermittlungsverfahren wegen §129a StGB (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung), das sich u.a. gegen einen in der „Falkenburg“ beschäftigten Mitarbeiter richtet. Die Polizei durchsuchte die Kindereinrichtung mehrere Stunden und stellte dabei eine CD und die Daten des Bürocomputers sicher.

„Der Durchsuchungsbeschluss des Bundesgerichtshofs ist ein Witz. Es wird deutlich, dass das LKA keinen einzigen stichhaltigen Hinweis auf die Beteiligung unseres Mitarbeiters an den Brandanschlägen hat. Stattdessen sollen die Durchsuchungen linke politische Organisationen einschüchtern, durchleuchten und in der Öffentlichkeit als kriminell erscheinen lassen“, so Falken-Pressesprecherin Rona Torenz.

Nach einem Bericht im heutigen Tagesspiegel, der die Falken ebenfalls implizit unter Terrorismus-Verdacht stellt, kündigte zudem die Jugendgerichtshilfe die Zusammenarbeit mit der Falkenburg auf, da sie ihre Klienten nur in „zweifelsfreie Einrichtungen“ vermittelt. „Es wird deutlich, welche rufschädigenden Konsequenzen solche abstrusen Verdächtigungen haben können. Der Tagesspiegel macht sich zum journalistischen Handlanger zweifelhafter politischer Interessen“, so der Geschäftsführer der Falken Holger Gräber.

In der letzten Nacht kam es außerdem zum zweiten Mal innerhalb der letzten Wochen zu einer mutmaßlich rechtsextrem motivierten Sachbeschädigung der „Falkenburg“. Unbekannte sprühten die Parole „Falken die Flügel brechen“ an die Außenfassade der Einrichtung. Es wurde Anzeige erstattet.

http://www.falken-berlin.de/show/567099.html